Rettet den Stadtwald und die Brache

auf "General Blumenthal" in Wanne-Eickel (Herne)!

Gemeinsam mit der Bürgerinitiative "Stadtwald Herne" und dem BUND Herne setzt sich der NABU Herne für den Erhalt des sich entwickelnden Stadtwalds und der artenreichen Industriebrache auf dem Gelände der ehemaligen Zeche "General Blumenthal" ein.

Um was geht es?

>> Für aktuelle Berichte und Fotos von der erstaunlichen Artenvielfalt auf General Blumenthal scollen Sie bitte weiter nach unten!!!! <<

Auf dem Gebiet der ehemaligen Zeche General Blumenthal (im Besitz der RAG) im Herner Ortsteil Wanne-Eickel soll nach Plänen der Stadt Herne eine „inter­nationale Technologiewelt“ neue Impulse für den Stadtteil Wanne setzen und u.a. dringend benötigte Arbeitsplätze schaffen.

 

Doch NABU Herne, die Bürgerinitiative Stadtwald Herne und der BUND - Kreisgruppe Herne sagen dazu NEIN, denn muss für dieses Projekt der sich entwickelnde Stadtwald weichen, wirkt sich das negativ auf das Stadtklima aus. Außerdem werden - insbesondere durch die Versiegelung der Industriebrache werden wertvolle Lebensräume für seltene Tiere und Pflanzen zerstört.

 

Mehr Informationen entnehmen Sie unserem Flyer, den Sie durch einen Mausklick vergrößern und sich auch herunterladen können. Außerdem finden Sie weiter unten die aktuellen Entwicklungen im Kampf für die Natur auf "General Blumenthal". 

Hier können Sie den Flyer herunterladen
Flyer Rettet General Blumenthal.pdf
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Aktuelles von der ehemaligen Zeche General Blumenthal:

General Blumenthal abgeriegelt!

Leider können wir von nun an keine Fotos von der Brache auf dem Gelände der ehemaligen Zeche „General Blumenthal“ mehr zeigen und die erstaunliche Artenvielfalt dokumentieren, die durch Versiegelung des Geländes verloren ginge. Bis jetzt standen die Tore zu dem Gebiet immer weit auf und kein Verbotsschild hinderte am Betreten, aber nun sind alle Tore verriegelt. Wieso dieses geschah ist unklar. Sind es schon die ersten Anzeichen für bevorstehende Bauarbeiten? Wir bleiben weiter am Ball und werden berichten.

Mitte Juli 2021: Die Brache explodiert!

Nein, es war keine weitere Kastastrophe in diesem Jahr, sondern genau das Gegenteil ist der Fall. Die Regenfälle der letzten Wochen haben die Natur auf der Brache des ehemaligen Zechengeländes "General Blumenthal" geradezu "explodieren" lassen. Lesen Sie den Bericht von Kay Thörmer von der Bürgerinitiative Stadtwald, in dem er seine Eindrücke schildert, die er bei eine kleinen Exkursion zusammen mit Norbert Kilimann unternommen hat:

Mensch glaubt es kaum. Schon nach den ersten Metern reib ich mir verwundert die
Augen: Blumenthal ist explodiert!
Was noch auf der letzten Exkursion der Grünen, am Freitag, den 04. Juni 2021 um 14
Uhr -high noon- gemeinsam mit stadtpolitischen und RAG-Personen, karg und
trocken aussah und jedem bei gefühlten 30°C die Schweißperlen und mir den ersten
diesjährigen Sonnenbrand hervorrief, erscheint jetzt in ganz neuem Outfit!!!
Viele blickten verstohlen auf ihre Uhr, wie lange man denn diese Hitzebelastung noch
aushalten solle? Die Gespräche spannen sich um wirtschaftliche, bodengutachtliche,
industriegewerbliche, finanzielle, bau- und wegeorientierte Sichtweisen. Gelegentlich
unterbrochen von zaghaften Fragen zur Natur, die schnell untergingen im
Schnellsprech-/ Egalisierungsmodus. Keiner ahnte, was jetzt offenbar ist!
Schick herausgeputzt, durch die Regenfälle der letzten Wochen reingewaschen und
deutlich profitierend, hat das Gelände ein ungeahntes Tempo und einen unglaublichen
Aufschwung entwickelt.
Eine Explosion von Grün und Schwarz. Und Blau und Gelb und allen Farbtönen die
man sich vorstellen kann. Wieviel Namen kennst Du für Grün?

Blütenpracht mit altem Zechengebäude im Hintergrund - Foto Norbert Kilimann

(Durch Anklicken vergrößerbar)

Vielfalt statt Einfalt! Blumenthal in ganz neuem Glanz.
Die Samen im Boden, die Pflanzen- uund Tierwelt, entwickeln ein eigenes Arrangement. Selbst auf der kargen Brache spriesst und blüht es, „wie hulle“! Eine wahre Freude!
Ich bin gemeinsam mit Norbert Kilimann (NABU) zur Fotosession unterwegs und
wir staunen nicht schlecht, wieviel unterschiedliche Lebensräume, Flora- und
Faunahabitate (FFH), sich hier in kürzester Zeit etabliert haben. Vollkommen
unbemerkt und abseits des Trubels. Still und unscheinbar. Von einer Wüste zu einer Oase. Innerhalb von weniger als 6 Wochen.

Großes Heupferd - Foto Norbert Kilimann (Durch Anklicken vergrößerbar)

 

Überall kreucht und fleucht es. Großes Heupferd, veränderliche Krabbenspinne,
vielfältigste Schmetterlings- u. Falterwesen, Feldhasen, Füchse, verschiedene Vogelarten, Fledermäuse, Wildbienen-, Hummeln- und Wespenpopulationen und Amphibien u.v.m. Habichte ziehen ihren Nachwuchs groß, Bussarde u. a. ziehen ihre Bahn.

Regenwasser sammelt sich in zahlreichen Pfützen - Foto Norbert Kilimann

(Durch Anklicken vergrößerbar)

Trotz der starken Regenfälle können wir auf Blumenthal gut umhergehen, da das
Wasser in vielen kleinen Pfützen gesammelt ist und dazwischen gut begehbarer,
durchlässiger Boden. Die Pfützen, in unterschiedlichen Größen, gleichen Mini-
Teichen und bieten den Amphibien die idealen Bedingungen für ihre Fortpflanzung.
So etwas hast Du noch nicht gesehen. Die Älteren kennen es vielleicht aus früheren
Tagen: Kaulquappenschwärme, die das Wasser schwarz aussehen lassen.
Eine
Bewegung und alles stiebt auseinander und wuselt umher. Eine Handvoll kitzeliger
Kaulquappenbabys. Die Kleinen entpuppen sich als Kreuzkrötenneuankömmlinge und
erste kleine Kreuzkrötchen hüpfen über das Zechengelände. So süß das Ganze!

Kreuzkröten-Kaulquappen - Foto Norbert Kilimann und junge Kreuzkröte - Foto Enrico Bollin (Durch Anklicken vergrößerbar)

>>> Fotogalerien von Norbert Kilimann und Enrico Bollin weiter unten <<<

Wir werden neugierig und nehmen die einzelnen Rückzugsorte in Augenschein, um
zu sehen wie die Kreuzkrötenpopulation Schutz suchend Raum findet. An nahezu
jedem Ort finden wir mind. 3-5 Kreuzkröten aller Altersgruppen nah beieinander, sie
graben ihre Gänge und suchen die Nähe, stehen in Beziehung zueinander.
Vergesellschaftet mit Mauereidechsen, welche wiederum die Nähe der Verwandten zu
genießen scheinen. Ein wundersames, unsichtbares Refugium.
Uns ist klar, hier ist ein einzigartiger, unschätzbar wertvoller Rückzugs- und
Entwicklungsraum für bedrohte Arten!

Bis heute hat dies nicht die Herzen der Entscheidungstragenden erreichen und
erweichen können. Nicht eine Rote Listen-Art konnte bisher die, scheinbar ach so wichtigeren, Bauplanungen aufhalten. Nicht vorstellbar, dass die bestehenden
geschützten Arten schadlos umsiedelbar wären. Wie pietätlos.

Wir werden still und ernst angesichts dieser Tragweite. Das Gebiet Blumenthal/ Shamrock entfaltet seine Eigenschaften durch seine Weite und Unberührtheit. Und das auf einem kärglichen verbliebenen Flächenrest, welcher den lfd. Arbeiten trotzen kann, weil er bisher von weiteren Baumassnahmen (Stadler, Uniper, RAG) verschont geblieben ist. Die Weiträumigkeit bedingt die Einzigartigkeit dieser hiesigen Naturbrachfläche mit seiner eigenen Ökologie. Diese Natur ist nicht weiter teilbar, da sonst die wertvollen (Feucht)Gebietsflächen mit seiner lebendigen Artenvielfalt zerstört würden. Natur ist kein 'Coffee to go' und ich kann sie nicht wie mit einer Fernbedienung steuern wie ich will. Sie passt sich nicht Reißbrettplanungen an. Sie braucht Pflege, Schutz und Zeit. Trotz Rodungsmassnahmen (warum auch immer?), wachsen die Bäume wieder eindrucksvoll nach und erobern sich ihr Terrain zurück. Stabil, stark, nachhaltig..

Verlorenes Paradies: Diese Areal wird einer Lokomotiven-Waschanlage weichen - Foto Norbert Kilimann (Durch Anklicken vergrößerbar)

Leider fordert noch ein weiteres, an Stadler verkauftes, Areal seinen Tribut: eine Güterzugwaschanlage. Auch hierfür wird noch weitere Naturfläche versiegelt werden. Sie ist ja schon verkauft! Baufahrzeuge planieren ohne Rücksicht neue Wege und die von der sogenannten 'ökologischen Begleitung' beaufsichtigten Krötenzäune und Rückzugsgebiete liegen brach und scheinen unbeaufsichtigt. Flüssiger Beton ist einfach im Gelände abgekippt. Auch die Idee Restbahngleise zu reaktivieren hat sich Auch die Idee Restbahngleise zu reaktivieren hat sich erledigt, da diese bereits abgebaut wurden.

Selbstgeschaffene Vorraussetzungen Richtung Natur- und Klimazerstörung. Damit muss jetzt Schluss sein! Nicht einen Millimeter darf dieses Restgebiet mehr zerstört werden!
Es zeugt von einer mächtigen Kraft der Natur, trotzdem regenerieren und sich weiter entwickeln zu können. Ein Vorbild für nachfolgende Generationen.
Wenn nicht jetzt . . . wann dann?

Dafür braucht es unsere volle gemeinsame Unterstützung! Uneingeschränkt!

Herne, d. 14.07.2021 - Kay Thörmer

Fotogalerie Zeche General Blumenthal Juli 2021 von Enrico Bollin

Die Fotos können durch Anklicken vergrößert werden, dann erhält man auch weitere Infos zu den einzelnen Motiven

Fotogalerie General Blumenthal Juli 2021 von Norbert Kilimann

Die Fotos können durch Anklicken vergrößert werden, dann erhält man auch weitere Infos zu den einzelnen Motiven

Sommer / Frühherbst 2020: Insektenvielfalt auf der Brache

Enrico Bollin hat uns eine Auswahl von Insektenfotos geschickt, die er im Sommer / Anfang Herbst 2020 auf der Industriebrache "General Blumenthal" aufgenommen hat. Die schönen Bilder zeigen einmal mehr wie schützenswert dieses Gebiet ist.

 

Die Fotos können durch Anklicken vergrößert werden, dann erhält man auch weitere Infos zu den einzelnen Motiven

Schwalbenschwanz auf "General Blumenthal"

Ein erster Schwalbenschwanz aus der 2. Generation ist am Montag den 20.7.2020 auf General Blumenthal von Norbert Kilimann und Ben Bednarz beobachtet worden. Enrico Bollin konnte ihn dann später im Foto festhalten

Die Fotos können per Mausklick vergrößert werden

Veränderliche Krabbenspinne

Enrico Bollin vom NABU-Herne entdeckte die Veränderliche Krabbenspinne (Misumena vatia) auf der Brache der ehemaligen Zeche "General Blumenthal" (Juli 2020).  Weitere Infos über dies Spinnenart unter Wikipedia

 

Die Fotos unten von Enrico Bollin können per Mausklick vergrößert werden

Artikel in der WAZ vom 15.07.2020

Artikel in der WAZ vom 13.07.2020

Neue Tierart auf General Blumenthal nachgewiesen

Am Samstag den 04.07.2020 entdeckte Enrico Bollin vom NABU-Herne auf der Brache der ehemaligen Zeche "General Blumenthal" einen Bienenwolf  (Philanthus triangulum). Herr Bollin konnte das Tier im Bild festhalten (s.u.).

 

Mit einem Mausklick kann man das Foto vergrößern.

Weitere Infos vom Bienenwolf gibt es auf Wikipedia. Dort gibt es ein schönes Video über dieses Insekt.

Artikel im Herner Wochenblatt vom 27.6.2020

 

Artikel in der WAZ vom 25.06.2020

Der Zeitungsartikel ist wegen der besseren Lesbarkeit in zwei Teile getrennt, die sich etwas überlappen (können per Mausklick vergrößert werden). Unten ist auch ein Überblick über den ganzen Artikel (in etwas geringerer Auflösung)

 

23.06.2020: Erste Einschätzung der TecWorld aus fachlicher Sicht

Die Bürgerinitiative Stadtwald Herne hat uns folgende Information weitergeleitet (kann durch Mausklick vergrößert werden):

 

22.06.2020 Misslungende Videokonferenz.....

Die Bürgerinitiative Stadtwald Herne hat uns folgende Information weitergeleitet (kann durch Mausklick vergrößert werden):

 

Artikel in der WAZ vom 28.05.2020

Das Jahr 2021

Der Naturfototreff findet wieder statt! siehe hier

NABU Herne aktiv:

Rettet den Wald und die Brache auf "General Blumenthal"

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