Unser Fest am 25. September 2011

WAZ Herne - Wanne-Eickel v. 27.Sept.2011

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Greifvogel-Flug in Herne

Foto: H.-P. Meßler
Foto: H.-P. Meßler

Einen besonderen „Leckerbissen“ für alle Herner Bürger bietet der Naturschutzbund nun allen Herner Bürgern: Zum 25-jährigen Bestehen des Stadtverbandes hat der Vorstand um Norbert Kilimann den in Fachkreisen bekannten Falkner Karl-Heinz Peschen eingeladen. Er wird am Sonntag, 25.09.2011 im Rahmen des großen Familien- und Umweltfestes aller Verbände am Haus der Natur in der Vinckestraße Habicht, Falken, Uhu sowie viele andere Tag- und Nachtgreife aus nächster Nähe präsentieren - und selbstverständlich auch frei fliegen lassen. Erst- und einmalig für Herne!

 

Foto: H.-P. Meßler
Foto: H.-P. Meßler

Die Tätigkeit und das Bild des Falkners haben sich mittlerweile grundlegend geändert: Herausragende Artenkenntnis und wertvolle Zuchtbemühungen machen sogar die Auswilderung gefährdeter Arten möglich. Freilebende Tiere werden geachtet, verletzte oder kranke Greife landen zur Genesung oft in den fachkundigen Händen von Falknern. Falkner Karl-Heinz Peschen teilt seine Kenntnisse gern und lädt alle Herner ein, die Tiere hautnah zu erleben und ihn selbst mit Fragen über sie zu „löchern“.

 

„Ich freue mich schon riesig auf das imposante Schauspiel dieser fliegenden, edlen Tiere“, ist Norbert Kilimann voller Erwartung. Um 14 und 16 Uhr sind die Flugvorführungen geplant.

 

Foto: H.-P. Meßler
Foto: H.-P. Meßler

Die Falknerei schaut auf eine Jahrtausende alte Tradition zurück: Vermutlich schon die Pharaonen im Alten Ägypter nutzten Greifvögel, um mit ihrer Hilfe zu jagen. Auch der Hochadel Europas fand später Freude an diesem Spektakel und schätzte seine Falkner sehr. Die wertvollen Vögel selbst waren so begehrt, dass sie in ihrem Bestand teilweise gefährdet waren: Für den gefiederten Nachwuchs bei Hofe wurden manche Nester einfach geplündert. Der Wert der Gelege ist auch heute noch so groß, dass manche Nester noch heute von Naturschützern und Falknern Tag und Nacht bewacht werden.

Neben den Greifvögeln bietet das Familien- und Umweltfest ab 11 Uhr über 20 Aussteller mit Informationen, Spiel, Spaß und Spannung. Darunter auch der NAJU-Bus mit Apfelpresse und kostenloser Saftverkostung, Basteln aus Naturmaterialien, Info zur Winterfütterung und vielem andern mehr. Die Emschergenossenschaft kommt mit ihrem neuen Truck aus 3 Grosskontainern voller Informationen rund um den Emscherumbau. Es gibt eine Pilzausstellung, Filme, Spielen, Basteln, den Bauerngarten und jede Menge zu schauen und zu kucken. Um 13 Uhr werden Oberbürgermeister Horst Schiereck und Umweltminister Johannes Remmel das 20-jährige Bestehen der Biologischen Station und den 25-jährigen Geburtstag des NABU in einem kleinen Festakt ehren.

 

 

 

 

Text: Stefan Welzel (Biologische Station Östliches Ruhrgebiet)

 

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Am 25.09.2011  Biologischen Station Östliches Ruhrgebiet

Umweltfest "Haus der Natur"

 

Wir feiern Jubiläum !

 

Der Stadtverband NABU-Herne besteht 25 Jahre

 

die Biologische Station Östliches Ruhrgebiet besteht 20 Jahre 

 

Wir werden im Rahmen des jährlich stattfindenden Umweltfestes der Biologischen Station Östliches Ruhrgebiet einen kleinen Festakt vollziehen. Zu dem auch der NRW-Umweltminister Johannes Remmel zugegen sein wird.

Aus diesem Anlass sind die Info- und Mitmachaktionen noch vielfältiger als in den früheren Jahren. Rund 20 Verbände bieten ein buntes Familienprogramm mit Falknervorführung, großer Pilzschau, Ausstellung Neues Emschertal, Test von Sonderfahrräder, Energiesparautos, Didgeridoo, NAJU-Mobil und vieles mehr.

 

Wir würden uns freuen, Sie, Ihre Familie und Freunde am 25.09.2011 zwischen 11:00 und 17:00 Uhr bei uns im Haus der Natur begrüßen zu können.

Einen Dank an Euch alle, die Ihr  gekommen seit !
Einen Dank an Euch alle, die Ihr gekommen seit !

Wir feiern Jubiläum !

 

25 Jahre NABU Stadtverband Herne

 

am 25.09.2011

 

von 11:00 bis 17:00 Uhr

 

am Haus der Natur

Biologische Station Östliches Ruhrgebiet

 

mit uns feiert die Biologische Station sein 20 jähriges bestehen.

Es werden sich alle Verbände, die sich im Hause befinden, präsentieren und auch einige geladene Gäste anwesend sein. Unter Ihnen der NAJU-Bus aus Gelsenkirchen mit einer Apfelpresse (Der Saft kann vor Ort verkostet werden), Ausstellungscontainer „Neues Emschertal“, eine große Pilzschau, eine Ausstellung von Sonderfahrrädern, Energiesparautos und Karl-Heinz Peschen mit einigen Tieren aus seiner Greifvogelstation. Die er uns im Laufe des Tages vorführen und auch nach Bedarf einzeln erklären wird. Einige Bilder sehen sie im Anhang. Zum Festakt wird der NRW-Umweltminister Johannes Remmel zugegen sein.

Gedeckter Tisch beim NABU-Herne

Der nächste Winter kommt bestimmt.

Wenn Sie der heimischen Vogelwelt ein wenig im Winter helfen wollen, können Sie sich an unserem Vogelfutterstand, während des Familien- , Umweltfestes informieren.

 

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Haldenhopping mit dem NABU Ruhrgebiet

Auf Bergtour im Ruhrgebiet am 04.09.2011

Sonntagsmorgens 7:30 Uhr in Herne. Start der Haldenhoppingtour quer durch das Ruhrgebiet. 15 Frühaufsteher und Unerschrockene haben sich eingefunden, um fünf der schönsten und interessantesten Gipfel zwischen Herne und Duisburg zu stürmen.

 

Vor 30 Jahren wäre eine solche Tour durch das Ruhrgebiet noch nicht möglich gewesen. Da wo natürlicherweise eher plattes Land vorherrschen würde hat der Mensch nachgeholfen und sich seine eigenen Berge geschaffen. Viele der heute als Halden bekannten Formationen sind durch den Abraum des Bergbaus entstanden. Nach dem Ende der Kohlezeit wurden die Halden begrünt und sind heute Heimat für eine große Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten, die an die naturräumlichen Besonderheiten angepasst sind.

Foto Günter Dudde
Foto Günter Dudde

8.00 Uhr. Die Halde Hohe Ward gehört uns fast alleine. Nur einige wenige Hundehalter sind so früh am Sonntagmorgen schon unterwegs. Über die Drachenbrücke beginnen wir mit dem Aufstieg – immerhin 151 Meter ist der Gigant unter den Halden der Ruhrmetropole hoch. Hier unten führt der Weg durch Trockenheit ertragende, artenreiche Hochstaudenfluren und Gebüsche, die bei schönem Wetter den Besucher mit einer Vielzahl an Schmetterlingen belohnen. Doch heute bekommen wir außer einem Waldbrettspiel keinen Schmetterling zu Gesicht – zu windig und zu bedeckt ist das Wetter. Weiter oben säumen blütenreiche, Wiesen den Weg bis zum Haldenplateau, das mit den 45 Meter hohen Stahlbögen des „Horizontobservatoriums“ und einem atemberaubenden Panoramablick über das Ruhrgebiet aufwartet. „Jetzt im Herbst zur Vogelzugzeit lohnt es sich öfter hierher zu kommen“, erzählt Norbert Kilimann vom NABU Herne und Leiter der NABU-Bustour, „da kann man mit etwas Glück Kraniche auf Augenhöhe über das Ruhrgebiet ziehen sehen.“ Beim Abstieg über die Ewald-Empore sichten wir zwar keine Kraniche, dafür ist es noch etwas zu früh, aber ein einzelnes Braunkehlchen, dass sich vermutlich schon auf dem Weg in den Süden befindet, ist uns dann doch vergönnt. Dann geht es mit dem Bus weiter nach Gelsenkirchen/Buer zu Halde Nr. 2.

10.00 Uhr. Die Halde Rungenberg liegt mitten im Stadtgebiet umgeben von Wohnsiedlungen, Fabrikgebäuden, Schloten und Schornsteinen und gehört zu den ca. 40 ´warmen Halden´ des Ruhrgebiets. „Die mit dem Abraum hier abgelagerte Kohle hat sich aufgrund des hohen Druckes im Innern der Halde damals selbst entzündet und glüht im Untergrund noch immer weiter. Früher war das für Mensch und Tier sehr gefährlich, heute besteht allerdings keine Gefahr mehr“, erklärt Kilimann beim Aufstieg. Und für das Gipfelplateau dieser Halde verspricht er noch eine weitere Attraktion – „die Almen des Ruhrgebiets“. Steht man dann oben auf dem weitläufigen Plateau dieser Halde, deren Oberfläche heute von ausgedehnten Wiesenflächen eingenommen wird, kann man diesen Vergleich gut verstehen. Und noch eine Besonderheit weist diese Halde auf, sie besitzt zwei Gipfel. Mit Hilfe der auf jedem Gipfel aufgebauten Lichtkanone entsteht dann nachts der Eindruck einer einspitzigen Pyramide, wenn sich die Strahlen aus beiden Kanonen am Himmel kreuzen.

12.00 Uhr. Auf zur Himmelsleiter auf der Halde Rheinelbe! Himmelsschleuse wäre der passendere Name gewesen, denn schon auf den letzten Stufen zur Gipfel krönenden „Himmelstreppe“ öffnen sich alle Schleusen und es schüttet wie aus Kübeln. Vom fantastischen Ausblick keine Spur, dafür dürfen wir live miterleben „wie Gewässer entstehen“, wie uns Norbert Kilimann begeistert mitteilt. Und von der anthrazitfarbenen Kuppel der Halde fließen tatsächlich in Windeseile zahlreiche Rinnsale auf die darunterliegenden Terrassen und füllen die dort liegenden Kleingewässer wieder ordentlich auf. Völlig durchnässt verzichten wir darauf die dort lebende Tierwelt genauer in Augenschein zu nehmen. Die unterschiedlichsten Libellen wie die Blaugrüne Mosaikjungfer, Vierfleck, Großer Blaupfeil, Blutrote Heidelibelle, Große Pechlibelle und Hufeisenazurjungfer sowie die Kreuz- und Erdkröten fühlen sich in und an den zum Teil temporären Gewässern sehr wohl.

 

13.30 Uhr. Mittagspause auf der Halde Prosperstraße. Vor den Augen erhebt sich die markante Silhouette der Kokerei Prosper – eine der wenigen noch aktiven Kokereien im Ruhrgebiet. Im Rücken befindet sich das Alpincenter Bottrop, mit der längsten Skihalle der Welt. Auf der anderen Seite blickt man auf das „Tetraeder“, das Wahrzeichen der gegenüberliegenden Halde Beckstein, das als Landmarke des IBA Emscher Parks 1995 errichtet wurde. Sommerrodelbahn, Hochseilklettergarten, eine Paintball-Indoor Anlage und der höchste Indoor-Windtunnel Europas locken zahlreiche Sportfans und ordentlich Trubel. Als Naturfreund ist man hier eher fehl am Platz! Lediglich die Gastronomie lockt dann doch.

 

15.00 Uhr. Aufbruch zum letzten Etappenziel, die Halde Rheinpreußen in Duisburg. Die riesengroße rote Grubenlampe des Künstlers Otto Piene schmückt nicht nur weithin sichtbar den Haldenrücken, sie dient auch als Aussichtsturm. Von hier aus eröffnet sich ein Blick weit den Rhein entlang auf die niederrheinische Tiefebene und über das ganze Ruhrgebiet. Die Wiesen rund um die Grubenlampe leuchten im kräftigen gelb des Hufeisenklees. Hier fühlen sich zahlreiche Heuschrecken wohl, wie beispielsweise das Große Heupferd und der Gemeinen Grashüpfer.

 

Am Ende der Tour angelangt überreicht Norbert Kilimann allen Teilnehmer das wohlverdiente „Haldendiplom“. Das bestätigt jedem, dass er die Halden auch tatsächlich erklommen hat. Das bestätigen mir meine Waden dann auch noch zwei Tage später. Dessen ungeachtet, wär ich bei einer Neuauflage der ´Bergtour durch ´s Ruhrgebiet´   sofort wieder dabei, denn ich hätte da noch so einige Halden, die ich gerne sehen würde …

 

Text : Birgit Königs

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