Juli 2012

NABU-Herne unterstützt Greifvogelstation Wesel

von Helmut Gierok

Die 16 Personen starke Delegation des Herner NABU besuchte am 14. Juli 2012 die über die Grenzen NRWs hinaus aus Funk und Fernsehen bekannte Greifvogel-station in Wesel. Es war genauer gesagt ein gern durchgeführter Gegenbesuch, hatte doch der Falkner Karl-Heinz Peschen mit der Präsentation und den Flugkünsten seiner Greifvögeln im September 2011, anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des NABU-Hernes, die NABU-Freunde und die anwesenden Herner und Hernerinnen erfreut.

 

Im Namen des NABU-Herne bedankte sich der 1. Vorsitzende, Norbert Kilimann, nochmals recht herzlich für die Einladung bei Karl-Heinz Peschen (Foto) und über-reichte eine Spende über 200 €, die die herausragenden Leistungen und Erfolge der Station bei der Pflege und Auswilderung verletzter Greifvögel und Eulen honorieren sowie die weitere Arbeit unterstützen soll.

 

Die dargebotene Flugshow der verschie-denen Greifvögel fand sehr großen Anklang bei den Besuchern. Leider kamen die Fotografen aufgrund des schlechten Wetters nicht auf ihre Kosten.

Die Schilderungen und Erklärungen vom Falkner Peschen über die Lebensweise der Greifvögel und Eulen wurden beim gemeinsamen Kaffeetrinken noch vertieft. Alle Teilnehmer waren sich einig: der außergewöhnlich fundierte Wissensschatz von Peschen über diese Vögel war nicht nur ungemein lehrreich, sondern machte einfach Lust auf mehr. Dazu trug sein spannender Erzählstil ungemein bei.

Deshalb wurden der Falkner Karl-Heinz Peschen und seine Greifvögel quasi noch vor Ort „verpflichtet“, wieder nach Herne zu kommen. Als Termin wurde der 23. September 2012 vereinbart. Ort: NABU-Herne, Haus der Natur, Vinckestr. 91.

Alle interessierten Herner Bürger und Bürgerinnen sind herzlich dazu eingeladen, an diesem Tag die Flugmanöver und Akro-batik der Vögel zu beobachten und den wirklich hoch informativen und spannenden Ausführungen des Falkners zuzuhören. Bestimmt ergibt sich die Möglichkeit, Fragen zu stellen, die gerne von Karl-Heinz Peschen beantwortet werden.

Info kompakt

Bereits 1984 wurde die ca. 10.000 m2 große Pflege- und Auswilderungsstation für verletzte Greifvögel und Eulen auf dem Gelände der Schill-Kaserne bei Wesel unter der Trägerschaft des

NABU-Wesel und des Kreises Wesel eingerichtet. Finanziert wird die Einrichtung vom Land NRW.

 

Als eigentlicher Gründervater hat Karl-Heinz Peschen, als ehema-liger Stabsfeldwebel mit besten Verbindungen zur Bundeswehr, gemeinsam mit ein paar Soldaten die erste Voliere gebaut.

Bis heute ist die Anzahl auf 20

Volieren angewachsen. Deshalb

können über 120 Greifvögel und Eulen gleichzeitig untergebracht werden.

 

Die erfolgreiche Arbeit von Peschen und seinen ehrenamt-lichen Helfern hatte sich im Land ziemlich schnell herumgespro-chen. So wurden nicht nur hei-mische Greifvögel und Eulen ver-sorgt, sondern auch von amtli-chen Stellen sichergestellte bzw. beschlagnahmte Vögel „geparkt“.

Von 1984 bis 2011 wurden über 9000 Vögel betreut, die später entweder wieder ausgewildert oder in geeignete Einrichtungen abgegeben wurden. Darunter waren Mäusebussard, Turmfalke, Habicht und Sperber sowie Korn- und Rohrweihe, Rotmilan, Merlin, Wanderfalke und sogar auch ein Fischadler. Bei den Eulen waren es Wald- und Steinkauz, Waldohr- und Schleiereule sowie Uhus, diese jedoch seltener.

 

Rund 150 Besuchergruppen, darunter 50 Schulklassen, besuchen pro Jahr diese einzigartige Einrichtung.

Samstag, den 28.07.2012

Libellen - Jäger mit gläsernen Schwingen

Dia-Vortrag + Exkursion

 

Verbindliche Anmeldung erforderlich bis zum 19.07.2012. Zeit 14 Uhr Teilnehmerzahl 5 bis 25, Kostenbeitrag 4,00€; NABU-Mitglieder frei.

Veranstaltungsort: Haus der Natur, Vinckestr. 91, Herne

Findet mangels Anmeldungen nicht statt !

Donnerstag, den 19.07.2012

Naturfototreff

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