Samstag, den 20.10.2012

Fotoexkursion "Urwald Sababurg"

Info

Leitung: Norbert Kilimann

Datum: Samstag, 20.10.2012

 

Begriffsbestimmungen:

Lage: Der sogen. Urwald Sababurg liegt im Reinhardswald im nordhessischen Landkreis Kassel. Er ist 92,2 ha groß und Hessens ältestes Naturschutzgebiet.

Besonderheit: Er ist ein urwaldähnliches Biotop mit mächtigen, über 500 Jahren alten Hutebäumen. Damit sind Eichen und Buchen gemeint, die von einer Jahrhunderte langen Bewirtschaftung zeugen. Darunter befinden sich 800-1000jährige knorrige Eichen und dickstämmige Buchen.

 

Hutebäume: Sind sehr alt, haben einen großen Stammumfang und eine ausladende Krone. Eine exakte Definition gibt es nicht. Eine ist, dass zu diesen Bäumen, die auf Weiden solitär standen, Vieh getrieben wurde, das sich von deren Früchten ernährte: Eicheln und Bucheckern.

Bei der Bodenverdichtung, Überdüngung durch Tierkot und Beschädigungen durch Tiere usw. konnten nur die widerstandsfähigsten Bäume überleben.

Heute sollte es schon um 6 Uhr losgehen, weil unser Ziel ca. 200 km weit entfernt liegt. Zwei Fotografinnen und fünf Fotografen machten sich auf den Weg zum „Urwald Sababurg“, der im nordhessischen Reinhardswald im Landkreis Kassel liegt, um diesen unter fotografischen Gesichtspunkten zu erkunden. Nach etwa 2 Stunden Fahrt war das Ziel erreicht. Der erste Eindruck war bereits überwältigend. Alle wollten unverzüglich los, um das warme, morgendliche Licht zu nutzen. Um 11 Uhr wollten wir uns wieder treffen. Daraus wurde nichts!!! Die Bäume im sogenannten Urwald, es handelt sich um überwiegend 800- bis 1000-jährige Eichen und mächtige Buchen, zeigten sich in voller herbstlicher Farbenpracht. Wir erleben den „Goldenen Oktober“ pur! Alle Teilnehmer hatten es schwer, sich bei der ungeheuren Fülle von Motiven für das schönste bzw. spannendste zu entscheiden. Es wurde wie „wild“ fotografiert. Hinter jedem Baum ein neues, lohnendes Motiv.

 

Schnell wurde allen klar, dass der ursprünglich abgestimmte Zeitrahmen nicht ausreichend war. Mittels Handy wurde der Zeitpunkt auf 14 Uhr verschoben. Doch auch diese Verlängerung auf sechs Stunden reichte den Teilnehmern nicht. Nach kurzer Stärkung mit Kaffee und Kuchen im nahe gelegenen Restaurant am Sababurg Zoo, ging es wieder in den Urwald, bis das Licht nicht mehr ausreichte. Um 18 Uhr traten wir den Heimweg an. Mit vollen Speicherkarten und etlichen Diafilmen.

 

Norbert Kilimann hatte mal wieder bei der Terminplanung ein „goldenes Händchen“ bewiesen. Deshalb war das Resümee aller Teilnehmer: „Wieder ein gelungener Tag in und mit der Natur.“

Foto-Exkursion: Goldener Herbst im Urwald Sababurg

Der "Urwald" nahe der Sababurg im Reinhardswald ist aus einem ehemaligen Hutewald hervorgegangen. Schon seit 1907 steht er unter Schutz und wurde sich selbst überlassen, aber noch heute zeugen die mächtigen "Hutebäume" - knorrige bis zu 1000-jährige Eichen und dicke, teils mehrstämmige Buchen - von der jahrhundertelangen Viehbeweidung.

Verbindliche Anmeldung erforderlich bis zum 10.10.2012.

Teilnehmerzahl: 5-25; Kostenbeitrag: 4,- €, NABU-Mitgieder frei.

Die Anreise zu den einzelnen Exkursionsgebieten erfolgt privat.

Treffpunkt und Uhrzeit werden nach Anmeldung bekannt gegeben;

Exkursion ist ganztägig also Verpfegung mitnehmen - Fachkundige Leitung durch

Norbert KIlimann

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Donnerstag, den 18.10.2012

Naturfototreff

Haus der Natur, Herne - Uhrzeit 19:00 Uhr

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Samstag, den 13.10.2012

Exkursion: Vogelbeobachtung in den Rieselfeldern Münster

Das Europareservat " Rieselfelder Münster" sind die ehemaligen Verrieselungsflächen der Stadt und ein bedeutender Rast- und Mauserplatz für Zugvögel. Das Gebiet wird heute im Sinne des Naturschutzes verwaltet und umfasst auch ein wieder vernässtes Wiesengebiet. Beobachtungshütten und Aussichtspunkte bieten dem Besucher ideale Bedingungen für Naturexkursionen.

 

Verbindliche Anmeldung erforderlich bis zum 4.10.2012.

Teilnehmerzahl: 5-25; Kostenbeitrag: 4,- €, NABU-Mitgieder frei.

Die Anreise zu den einzelnen Exkursionsgebieten erfolgt privat.

Treffpunkt und Uhrzeit werden nach Anmeldung bekannt gegeben;

Exkursion ist ganztägig also Verpfegung mitnehmen - Fachkundige Leitung durch

Norbert KIlimann

Vogelbeobachtung in den Rieselfeldern Münster

von Helmut Gierok

Die heutige Exkursion führt die insgesamt acht Teilnehmer in die Rieselfelder Münster, ein im Norden der Stadt liegendes Feuchtgebiet. Startpunkt ist wieder das Haus der Natur in der Vinckestraße, Zielpunkt: die Biologische Station Rieselfelder Münster.

 

Gegen 9 Uhr kommen wir dort an. In der Station, die mit Schautafeln und präparierten Exponaten über die hier vorkommende Vogel- und Tierwelt informiert, erklärt Norbert Kilimann den Anwesenden die herausragende Bedeutung des Europareservats „Rieselfelder Münster“, das für die Wat- und Wasservögel in Europa als eines der wichtigsten binnenländischen Rast- und Mauserplätze gilt. Dies zeigt eindrucksvoll eine große Schautafel mit der Landkarte Europas und Asiens. Diese Tafel zeigt die Verbreitung der in Münster beringten Vögel an, wenn eine bestimmte Taste für ausgesuchte Vögel gedrückt wird. Das Gebiet reicht von Nordafrika im Süden, Portugal im Westen, Skandinavien im Norden und bis in das östliche Sibirien nahe dem Beringmeer.

 

Auf unserer Exkursion können wir zahlreiche interessante Vögel beobachten. Besonders hat uns gefreut, dass wir die Bekassine, Vogel des Jahres 2013, in einer größeren Anzahl beobachten konnten. Außerdem sahen wir Wanderfalke, Weißstorch, Graureiher, Krickente, Löffelente, Kanadagans, Kiebitz, Blesshuhn …

 

Für die Vogelbeachtung mit dem Fernglas oder Spektiv bieten sich viele Möglichkeiten an: verschiedene Aussichtspunkte, mehrere Beobachtungshütten und ein Aussichtsturm.

 

Fotografen benötigen unbedingt ein Teleobjektiv (ab 400 mm), um aussagekräftige Vogelbilder machen zu können, weil die Entfernungen zu den Vögeln zu groß sind.

 

Nach ca. 5 Stunden Aufenthalt an der frischen Luft, viel Bewegung und interessanten Beobachtungen sowie informativer Unterhaltung ging es wieder heimwärts.

Info

Leitung: Norbert Kilimann

 

 

Datum: Samstag, 13.10.2012

 

Begriffsbestimmungen:

 

Rieselfelder Münster:

Ehemaliges Abwasserklärgebiet der Stadt Münster. Heute ein von der Biologischen Station betreutes Europareservat, also ein Vogelschutzgebiet von internationaler Bedeutung. Lebensraum vieler Brutvögel sowie wichtiger binnenländischer Rast- und Mauserplatz für Wat- und Wasservögel.

Die Landschaft ist geprägt durch offene Wasserflächen, Schilfgürtel mit frei geschnittenen Sichtlücken und Wiesen.

 

Die Biologische Station führt öffentliche Führungen und vogelkundliche Veranstaltungen durch. Alle Wege im Naturschutzgebiet sind asphaltiert und damit auch für Rollstuhlfahrer gut geeignet.

Programm: www.rieselfelder-muenster.de.

 

Bekassine (Gallinago gallinago):

Watvogel, gehört zur Familie der Schnepfenvögel und ist etwa so groß wie eine Taube. Die Oberseite ist braun mit schwarzen und gelblichen Längsstreifen, der Kopf mit zwei dunkelbraunen Längsstreifen versehen. Hals und Brust sind braun gestrichelt. Der Schnabel ist 7 cm lang und gerade.

 

Lebensraum sind Sümpfe, Moore und feuchte Wiesen mit dichter, nicht zu hoher Vegetation.

 

In Deutschland leben heute nur noch 5.500 bis 6.700 Brutpaare der Bekassine. Das sind nur noch halb so viele wie vor 20 Jahren.

 

Zu sehen ist sie eher kaum, aber dafür umso lauter zu hören: Die Bekassine wird daher auch "Meckervogel" oder „Himmelsziege“ genannt.

 

Jetzt wurde sie zum Vogel des Jahres 2013 gewählt. Sie soll als Botschafterin für den Erhalt von Mooren und Feuchtwiesen werben, teilten der NABU und der bayerische Landesbund für Vogelschutz mit.

 

Fotos von der Exkursion und auch von der Bekassine sind in der Fotogalerie zu sehen.

 

Weitere Aktivitäten sind auf http://www.nabu-herne.de/termine/ zu finden.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen mitzukommen. Nur bitte vorher anmelden:

info@nabu-herne.de.

 

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